Tobia – ein Nachruf

Gestern erhielten wir von Genny die so traurige Nachricht, dass Tobia eingeschläfert werden musste.
Tobia war von Genny vor einigen Monaten in seine neue Hundegruppe mit Sarah, Noah und Cuccialotta eingegliedert worden. Kurz zuvor war er in tierärztlicher Behandlung, weil ihm ein Geschwür entfernt wurde. Seine Hinterläufe waren schon sehr schwach und zitterten sehr stark. Dies hielt ihn aber nie davon ab, immer noch lange hinter unserem Auto herzulaufen, er war ein sehr menschenbezogener Hund.

In letzter Zeit hatte sich sein Zustand verschlechtert und er hatte auch an Gewicht verloren. Wir hatten bereits einige Anfragen bei italienischen Anwohnern in der Umgebung gemacht, die vielleicht bereit waren ihn aufzunehmen, wenn wir uns um seine Versorgung kümmern würden. Eine endgültige Zusage stand jedoch noch aus. Wir hatten uns deshalb gerade entschlossen, ihn erst einmal bei uns aufzunehmen um ihn zu pflegen.
Letzte Woche Dienstag wurde Tobia dann zuletzt an seiner Futterstelle gesehen, danach war er auf einmal spurlos verschwunden. Genny organisierte daher bereits am Donnerstag einen Suchtrupp, da sie sich um den Hund sehr große Sorgen machte. Trotz intensiver mehrtägiger Suche war er aber zunächst nicht aufzufinden. Am Samstag wurde er dann endlich gefunden. Er lag hilflos in einem Loch, zu schwach um sich bemerkbar zu machen. Es besteht die Vermutung, dass er nicht alleine dort hineingefallen ist. Auf seinem Rücken lag ein großer Stein. Genny und ihre Helfer haben Tobia sofort herausgeholt und zum Tierarzt gebracht.

Dort wurde er mit Schmerzmitteln und Flüssigkeit versorgt. Die Röntgenaufnahmen zeigten schnell, dass seine Wirbelsäule durch den Stein stark beschädigt war. Aber der Arzt hatte die Hoffnung noch nicht aufgegeben, der Hund blieb deshalb zur intensiven medizinischen Versorgung dort und weitere Untersuchungen wurden gemacht. Über Ostern stellte sich dann jedoch heraus, dass Tobias Hinterbeine gelähmt waren. Die Verletzung des Rückens war so massiv, dass eine Aussicht auf Heilung nach Auskunft des Arztes nicht mehr bestand.

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Dies nötigte Genny nun gestern die ganz besonders für sie so schwere Entscheidung ab, der vom Arzt angeratenen Euthanasie zuzustimmen. Tobia war immer schon ihr geliebtes Sorgenkind. Es war kein schönes Osterfest für die italienischen Tierschützer und für uns. Wir alle sind unendlich traurig über den Tod dieses wunderbaren Hundes, dem wir so gerne noch einen behüteten Lebensabend organisiert hätten.

 

3 Responses to “Tobia – ein Nachruf”

  1. Yvonne Himmighofen

    Unfassbar, traurig, wie hat Elke immer gesagt, ich kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen möchte. Was geht in solchen hirnlosen Idioten vor, absolut Gefühllos, shame on you ! Lieber süßer Tobia, hier brennt eine Kerze für Dich. Traurige Grüße Yvonne

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  2. Michaela Gehret

    Ich hab gerade Tränen in den Augen. 🙁 Einfach schrecklich, was der arme Tobia da mit machen musste! Es tut mir einfach unendlich leid für den Süßen und euch! Tobia, komm gut an im Regenbogenland! Ich zünde eine Kerze für dich an!

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