Es gibt viel zu tun …

Kalli , der vor zwei Wochen bei uns eingezogen ist, hat sich inzwischen gut eingelebt. Man hatte ihn in einem erbärmlichen Zustand auf der Straße gefunden. Wir mussten seine Krallen schneiden, die an einer Pfote schon rundgewachsen waren. Sein Fell war voller Kletten, Zecken und Ungeziefer. Nach einem Haarschnitt und einem Bad sah der Junge schon ganz passabel aus.

Er war viel zu dünn, wog gerade mal 4,5 kg. Kalli hat zwei riesige Zähne, aber die stören ihn nicht, es ist nur ein Schönheitsfehler. Der Tierarzt hat eine Blutabnahme gemacht und es wurde festgestellt, dass er an Leishmaniose erkrankt ist. Außerdem hat er sehr schlechte Leberwerte. Wir werden ihn für längere Zeit mit Medizin versorgen müssen. Er ist ein absoluter Schatz und extrem menschenbezogen. Leider hat er ein verkrüppeltes Beinchen hinten rechts. Dies hindert ihn aber nicht, ständig fröhlich bellend hinter einem her zu hüpfen. Der Tierarzt hat die Pfote geröntgt und kam zu dem Schluss, dass der Bruch zu alt ist um mit einem Eingriff erfolgreich eine Verbesserung herbeizuführen. Inzwischen hat Kalli sich besonders mit Fussel angefreundet und die beiden teilen sich ein Kissen.

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Wir betreuen z.Zt. auch eine an Leishmaniose erkrankte Hündin, die auf der Straße lebt. Sie muss jeden Tag eine Injektion bekommen. Wochenlang wurde sie bereits vorher mit 2 weiteren Hunden von einem deutschen Ehepaar mit Futter versorgt. Inzwischen sind die Leute zurück nach Deutschland gereist, so dass wir uns zusammen mit anderen tierlieben Menschen um die Fütterung und die weitere medizinische Versorgung kümmern.


Stella, einer der von uns auf einem Privatgrundstück versorgten Welpen macht uns auch Sorgen. Die junge Hündin hat Probleme mit dem Hüftgelenk. Stella hat Schwierigkeiten beim Aufstehen. Der Tierarzt hat uns bei einem Impftermin auf dem Grundstück erst mal Tabletten für ihre Gelenke gegeben. Sollte keine Besserung eintreten wird sie wohl zum Röntgen in die Praxis müssen.


Milo, der zusammen mit Lucy auf einem riesigen Grundstück hinterlassen wurde, hat sich erholt und macht gute Fortschritte. Er hat weiter zugenommen, seine Wunden werden von Valentina versorgt und die beiden Hunde erhalten nun täglich Futter, frisches Wasser und jede Menge Streicheleinheiten.


Gestern erhielten wir einen Hilferuf von einem Ehepaar, das über 20 Katzen auf seinem Grundstück und in seinem Haus versorgt. Zwei Katzen haben gerade wieder Nachwuchs bekommen und es wird einfach zu viel. Vier der Katzen müssen dringend sterilisiert werden, damit nicht schon wieder die nächste Nachwuchswelle anrollt. Einige andere sind bereits kastriert. Weitere Kastrationen werden noch folgen müssen.

Wir haben sie heute besucht. Alle Katzen und zusätzlich vier Hunde werden von dem Rentner-Ehepaar gut versorgt. Es waren alles Notfälle, die sich im Laufe der Jahre hier versammelt und ein dauerhaftes Zuhause gefunden haben. Das Geld reicht aber kaum für das Futter und die Medikamente. Weitere Straßenhunde werden auch noch mitversorgt. Für Kastrationen bleibt da leider nichts mehr übrig. Wir werden die Kosten übernehmen. Wir konnten heute schon mit Katzenfutter, Leckerlis, Entwurmungstabletten, einem Katzenzelt und anderen nützlichen Utensilien Freude verbreiten.

Dank einiger Sachspenden aus Nürnberg, die uns Bettina und ihr Mann Harald gestern vorbei gebracht haben. Und der unermüdlichen Futterspenden von Roswitha und ihrem Futterhausteam. Vielen Dank dafür.

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