Füttern alleine reicht leider nicht

Nachdem wir in dieser Woche bereits die Kastration eines Privathundes mit einem finanziellen Zuschuß erreichen konnten,sollte heute Annarita, Filomenas Schwester ebenfalls kastriert werden. Filomena konnten wir gestern wieder zu ihrem Rudel zurückbringen, nachdem wir  5 Tage die Nachsorge übernommen hatten. Wir hatten kaum die Möglichkeit noch ein Foto zu machen, so schnell ist die Hündin in ihren Olivenhainen verschwunden, freudig bellend.

Auch Lacky wurde gestern wieder zurückgebracht, nachdem er sich bei uns gut erholt hat. Hier lebt er wie gwohnt frei, kann sich mit anderen Hunden auf einem bewohnten Grundstück aufhalten, wo er auch eine Hütte hat, aber auch in den umliegenden Olivenhainen herumstreunen. Wir haben hier einen goßen Sack Futter hinterlassen. Zusätzlich bekommt er ja auch regelmäßig von Genny noch seine Rationen an unserer Futterstelle. Lacky und seine Leute haben sich sehr über das Wiedersehen gefreut. Leider achtet man hier nicht so sehr auf den Gesundheitszustand der Hunde und es bedarf immer wieder der zuverlässigen Hilfe von Genny und anderen Tierschützern um die Tiere ausreichend mit Nahrung, Wasser und Medikamenten zu versorgen.

IMG_2290 (700x467)Die Kastration von Annarita mußte leider verschoben werden weil die Hündin in keinem guten Zustand ist lt. Urteil des Arztes. Die Narkose wirkte nicht ausreichend und eine höhere Dosis wollte der Arzt nicht riskieren. Es wurde eine Blutprobe entnommen. Nun müssen wir abwarten. In den nächsten Tagen bleibt Anarita bei uns, damit sie ein wenig zunehmen kann. Sobald die Blutanalyse vorliegt entscheidet sich, wie es hier weitergeht.

Gestern waren wir mit italienischen Tierschützern in einer Siedlung die von Hausbesetzern bewohnt wird. Hier gibt es vor allem sehr viele sogenannte Kampfhunde, die teilweise unter erbärmlichen Bedingungen gehalten werden. Fotos haben wir auf Anraten unserer italienischen Freunde hiervon nicht gemacht. Genny steht bereits mit einigen der Bewohnern in Verhandlung bezüglich der Einwilligung zur Kastration einiger Tiere und die Resonanz ist wider Erwarten gar nicht so schlecht. Dort trafen wir dann auch auf 3 Welpen die isoliert auf einer Art Terrasse gehalten wurden. Keine Decken, blanker Beton. Hier durften wir nun fotografieren. Die Welpen konnten wir mitnehmen. Einen Welpen konnten wir noch gestern an eine Bekannte der Tierschützer vermitteln.

Heute beim Tierarzt sollten die Welpen geimpft werden. Dies war aber erst einmal nicht möglich, weil alle drei Fieber haben. Sie werden jetzt gepflegt und müssen auch dringend entwurmt werden. Wir hoffen sehr, dass sie durchkommen.

Dann bekamen wir noch das Ergebnis des Bluttests für Alfredino. Er ist hochgradig an Leishmaniose erkrankt und muss nun täglich mit Medikamenten versorgt werden.

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Bei fast allen Tieren, die wir hier zum Tierarzt bringen, treten immer wieder große Probleme auf, weil die Wenigsten gesund sind. Dies zeigt uns wieder sehr eindringlich wie wichtig es ist, hier finanzielle Unterstützung zu leisten, um wenigstens einigen Tieren ein normales Leben zu ermöglichen. Sie nur zu füttern reicht bei Weitem nicht aus.

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