Genny – Tour II

Wir haben uns erneut mit Genny getroffen, um sie wieder bei ihrer Fütterungstour der Straßenhunde zu begleiten. Dora, eine Freundin von Genny, war ebenfalls dabei. Wir konnten zwei große Säcke Trockenfutter beisteuern, die wir mit Spenden aus unserer Aktion „Weihnachtswünsche der Straßenhunde“ finanzieren konnten.
Zuerst musste jedoch noch eine Katze aus schlechtester Haltung abgeholt und zu einer Pflegestelle gebracht werden, wo sie sich erst einmal wieder erholen muss. Dann ging es weiter zu den Futterstellen der Straßenhunde.

Die erste Anlaufstelle war heute bei Marco, Gio und Chiara. Die Hündin hatten wir bei der ersten Tour nicht zu Gesicht bekommen. Auch heute war sie nur kurz zu sehen, als wir aus dem Auto stiegen, hat sie sich direkt wieder verkrochen. Wir konnten so dann nur ein Foto von ihr in ihrer Hütte machen, die arme Maus zitterte vor Angst. Die Hunde werden dort von einer Anwohnerin versorgt und wir haben ein paar mit Wurst gefüllte Brötchen hinterlassen.
Chiara
Die nächste Futterstelle war dann bei Asia und ihren Freunden. Hier war erst einmal gar kein Hund zu sehen. Nachdem Genny mehrmals gehupt hatte, kam Lacky angelaufen, ein riesiger alter Schäferhund. Leider ist Lacky in einem schlechten Zustand, er ist sehr dünn und hat hinten an der Flanke eine Fleischwunde. Wieder ein Fall für den Tierarzt. Genny hat ihn erst einmal mit einer großen Portion Nudeln mit Fleisch versorgt. Dann wurde die Wunde desinfiziert, die Augen gereinigt und ausgiebig geschmust. Das kleine Gebäude, was den Hunden dank Genny hier zur Verfügung steht, wurde ausgekehrt, alle Futterbehälter und Wassereimer gründlich gereinigt und wieder neu aufgefüllt. Um Lacky werden wir uns kümmern müssen, es geht ihm augenscheinlich nicht gut.

Danach ging es weiter zu Pinotto und Gianna. Inzwischen war Pinotto ja bereits beim Tierarzt und bekommt Medikamente. Es geht ihm schon bedeutend besser. Er war richtig gut gelaunt und hat heute die Spezialbrötchen mit den Würsten gerne genommen. Bei unserer ersten Tour hat er ja gar kein Futter mehr angenommen. Wir sind total glücklich über diesen tollen Erfolg und danken der Patin und den Spendern herzlich für die schnelle und großzügige Unterstützung, die uns den Tierarzttermin so kurzfristig ermöglicht hat. Wir haben dem netten Mann, der die Hunde auf seinem Grundstück friedlich leben lässt und sie mit Wasser und Zuneigung versorgt, einen Futtersack überlassen. Den beiden Hunden geht es hier sehr gut.


Weiter ging es dann zu den beiden Maremmano-Hunden Sarah und Noah und zu Cuccialotta, die uns schon freudig entgegenkamen.

Hier hat Genny nun noch einen weiteren Hund angesiedelt, Tobia. Dieser hat gerade eine OP hinter sich, er hatte ein Geschwür an den Hoden. Hier muss sich noch zeigen, ob er zu dem Rudel passt und sich auf seine neue Truppe einlässt. Aber es sieht gut aus. Tobia kommt mit uns auf das Grundstück, wo Genny den trockenen Unterstand organisiert hat. Auch hier wird alles gereinigt, die Hunde werden erst mal mit der Nudelfleisch-Mischung gefüttert. Die Spezialbrötchen holen sie sich selbst aus der Tüte. Für die nächsten beiden Tage wird dann noch ausreichend Trockenfutter und Wasser hinterlassen.

Zuletzt fahren wir dann noch zu dem Grundstück, wo die Welpen leben. Hier lebt isoliert in einem Gehege die Schäferhündin, die an Leishmaniose erkrankt ist. Die Welpen lassen sich nicht sehen. Die Schäferhündin wird mit vielen Spezialbrötchen versorgt, die über den Zaun geworfen werden. Hier würden wir auch gerne eine bessere Lösung finden, aber dazu bedarf es noch viel Überzeugungsarbeit durch Genny.
Auf dem Rückweg geben wir noch einen weiteren Futtersack ab bei einer Frau, die auf ihrem Grundstück zwei von Genny´s Hunden Unterschlupf gewährt. Genny hat ihr dafür zugesagt, für das Futter zu sorgen.

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