Kampf gegen Ignoranz und Geldgier

Als wir gestern nach unseren 8 Welpen schauen wollen erwartet uns hier eine ganz böse Überraschung. Die Kleinen haben alle einen engen Draht um ihren Schwanz gewickelt. Offensichtlich plant der Besitzer, die kleinen Schwänze absterben zu lassen. Jemand hatte ihm eingeredet, es handele sich hier um Rassehunde. Er ist daher der Meinung, dass es umbedingt erforderlich ist die Schwänze zu „kupieren“.  Danach möchte er dann die Kleinen teuer verkaufen.  Wir drohen ihm mit einer Anzeige beim ASL (Veterinäramt) wegen Tiermisshandlung und er ist direkt einverstanden, dass der Draht wieder entfernt wird. Dies ist nur mit einer Zange möglich. Die Kleinen müssen unendliche Schmerzen erlitten haben.

Wir  versuchen  zusammen mit den italienischen Tierschützern einen Weg zu finden, die Welpen samt Mutter  von dort weg zu holen. Leider wurde die Zusage einer Person, die Hunde für 10 Wochen bei sich aufzunehmen, nicht eingehalten, sonst wären sie schon nicht mehr dort. Wir werden jetzt auf unserem eigenen Grundstück einen Platz für die Familie einrichten.  Da wir zur Zeit gerade keine Pflegefälle bei uns haben, wird  das möglich sein. Außerdem sind da noch die 3 Welpen der Schäferhündin, die wir auch gerne mitnehmen wollen.

Die beiden Muttertiere sollen  unbedingt nocht sterilisiert werden bevor sie schon wieder trächtig sind. Nur so können wir das Elend für diese Tiere hier beenden.

Heute haben wir wieder nach den Kleinen geschaut und für alle Futter mitgebracht. Die Mutter hat jetzt nicht mehr ausreichend Milch. Die Kleinen fangen aber schon an, selbständig zu fressen.
Die Schwänze wurden untersucht und desinfiziert. Wir werden einige der Welpen vorsorglich zum Tierarzt bringen.

Wir hatten zwischenzeitlich das Gefühl, dass die Tiere hier gut aufgehoben sind, solange wir regelmäßig nach ihnen schauen. Hier können sie sich frei bewegen, es gibt keinen Straßenverkehr, die Kinder der Familie gehen gut mit den Tieren um.

Die Aussicht auf einen kleinen Zugewinn hat sofort alles geändert. Skrupellos werden die Tiere benutzt.

One Response to “Kampf gegen Ignoranz und Geldgier”

  1. Susanne Roma-PIetsch

    Hallo,
    hoffentlich überstehen das die Kleinen alle ohne einen Schaden davon getragen zu haben.
    Ansonsten kein weiterer Kommentar!
    Wir werden Euch auf jeden Fall im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen.
    Lg
    Susanne und Francesco

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