Milo und andere Opfer der Gleichgültigkeit…

Wir haben von 2 Hunden erfahren, die vernachlässigt auf einem verlassenem Privatgrundstück leben. Was uns da erwartet ist einfach unglaublich. Es kommt uns ein völlig abgemagerter Doggen-Mischling entgegen. Er ist übersät mit Zecken und hat offene Wunden im oberen Rückenbereich. Die Hündin, die das gleiche Schicksal mit ihm teilt, hat es nicht ganz so schlimm getroffen, sie ist auch zu dünn aber nicht so von Zecken geplagt und sie hat zum Glück keine Verletzungen.

Wir versorgen die beiden sofort mit Nahrung und Wasser, versorgen die Wunden und behandeln sie gegen Zecken. Die Hunde leben auf einem ca. 5000 qm großem Grundstück, voll mit Eukalyptusbäumen, bebaut mit einer Villa. Die Eigentümer haben die Hunde einfach zurückgelassen. Nach Armut sieht das hier nicht aus, angeblich haben sie jemanden beauftragt, sich um die Hunde zu kümmern. Hätten auch monatlich dafür bezahlt. Diese Hunde sind Opfer der Gleichgültigkeit sie wurden schlicht vergessen, wurden nicht mehr gesehen, das werden wir jetzt ändern!

Heute konnte Genny eine kleine Hündin zur Kastration abholen aus einem sozialschwachen Viertel. Die Süße hat die OP gut überstanden, wir haben sie danach von der schweren und zu engen Halskette befreit und sie chippen lassen.

Das mit der Kette werden wir den Eigentümern erklären müssen, wenn wir sie zurückbringen. Auch hier herrscht eine enorme Gleichgültigkeit diesem Hund gegenüber. Als wir nach dem Namen des Hundes fragen, wird wortlos in die Runde geschaut. Wir haben auf die Schnelle am Sonntag eine kleine Hütte gebaut, so dass die kleine Hündin wenigstens geschützt ist vor Sonne und Regen. Die Hütte wird von den Eigentümern angenommen. Die fehlende Halskette stößt auf Missbilligung. Aber sie lassen es auf sich beruhen, als wir ihnen versprechen, morgen ein Hundehalsband vorbeizubringen, wenn wir die Nachsorge erledigen.
Gegenüber sind Welpen von sogenannten Kampfhundrassen auf einem Grundstück zu sehen. Wir schätzen sie auf 3 Monate. Überall liegen riesige Knochen mit Fleischresten verteilt, ob das die richtige Ernährung ist für diese kleinen Würmchen bezweifeln wir. Wir werden versuchen hier weitere Kastrationen durchzusetzen, um das Leid der Tiere zu vermindern. Wenigstens wird der kleinen süßen Maus das jetzt erspart bleiben.

Es gibt auch gute Momente heute, beim Tierarzt treffen wir auf Leute, die eine alte Straßenkatze mit kurzem Schwanz dorthin gebracht haben, es geht ihr nicht so gut.

Hier hilft der Tierarzt mit einem Langzeitantibiotikum, die lieben Menschen sind glücklich, dass ihre alte Straßenkatze nicht sterben muss und verlassen erleichtert die Praxis. Dieses Tier gehört keinem und wird doch geliebt!
Auch eine private Katze konnten wir heute wieder kastrieren lassen, auch das hat uns ein wenig positiv gestimmt und getröstet. Aber die vorhandenen Missstände sind unübersehbar.
Wir werden weiter kämpfen für die, die nicht gesehen werden… jetzt erst recht..

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