Nobby und die Tierfreunde in Avetrana

Wir erhielten gestern einen Hilferuf von einer italienischen Tierschützerin. Sie hatte einen kleinen Hund auf einem Privatgrundstück entdeckt, der an einer Kette angebunden war und einen sehr geschwächten Eindruck machte. Nachdem sie sich dem Hund genähert hatte, stellte sie fest, dass die Kette viel zu eng war und schon Wunden am Hals hinterlassen hatte. Kurzerhand befreite sie den Kleinen und nahm ihn mit auf ihr Grundstück.

Nun muss er erst einmal gefüttert und dringend vom Tierarzt untersucht werden. Wir haben ihr Spezialfutter zum Aufpäppeln übergeben. Den Kleinen haben wir vorerst „Nobby“ getauft.

Danach waren wir in Avetrana, wo auf einem zentralen Platz anlässlich des gestrigen italienischen Feiertages „Epifania“ eine Feier stattfand. Hier hatten wir uns mit den Mitgliedern des dort ansässigen Tierschutzvereins „Argo e friends“ verabredet, die dort einen Infostand aufgebaut hatten. Um sich die Aufmerksamkeit der Leute und der vielen Kinder zu sichern, hatten Sie eine große Box mit 11 Welpen dort aufgestellt. Diese hatten sie vor einigen Tagen auf der Straße gefunden, man hatte sie neben einem Müllbehälter ausgesetzt. Die Kleinen werden derzeit von deutschen Anwohnern betreut, müssen aber noch vermittelt werden.

Eine italienische Tierschützerin, die uns begleitet hat, traf hier zufällig auf eine Mitarbeiterin der Gemeinde, mit der sie bereits schon vorher in Kontakt getreten war. Wir vereinbarten mit dieser sehr netten und kooperativen Dame, dass sie sich bemüht, ein Gespräch mit dem Bürgermeister von Avetrana zu organisieren.
Hierbei soll es insbesondere um die Zusammenarbeit im Bereich Kastrationen von Straßenhunden und auch von Hunden in Privatbesitz gehen.
Der zuständige Bürgermeister und seine sehr tierliebe Mitarbeiterin sind hier nicht abgeneigt.

 Heute haben wir noch mal bei Nobby vorbeigeschaut, er hat sich zumindest aus seiner Hütte heraus getraut, um uns zu begrüßen. Morgen haben wir einen Termin beim Tierarzt vereinbart, mal sehen, wie wir den Kleinen wieder fit bekommen. Wir werden ihn natürlich weiter begleiten.

Bei Gina haben wir heute noch den ihr zur Pflege überlassenen 7  Welpen eine Wurmkur verpasst. Dazu war erst einmal Wiegen angesagt. Die Süßen haben seit der ersten Wurmkur ihr Gewicht verdoppelt.  

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Gleichzeitig haben wir unsere Patenhunde Clarabella und Claudio besucht.
Alle Hunde fühlen sich hier offensichtlich sehr wohl. Clarabella hat sich allerdings heute nicht aus ihrer Hütte bemüht, ihr sind die Welpen wohl zu stressig. Die alte Dame bevorzugt dann doch die ruhigere Variante in ihrer Hütte.

 

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