Polli, Lilly und eine verletzte Hündin

Polli wurde vor einigen Tagen erstmals vor einer Bar gesichtet. Hier hat sie wie so viele andere Hunde vom  Barbesitzer und den Gästen etwas zu fressen und zu trinken bekommen. Jedes Auto wird von ihr freudig begrüßt, sie ist ganz verrückt nach Autos. Wahrscheinlich wurde sie ausgesetzt und vermutet jetzt in jedem Auto ihre treulose Familie. Die Bar liegt an der Strandstraße , die noch nicht so stark befahren ist , es ist ja noch keine Saison. Aber die Autos fahren hier sehr schnell und es ist absehbar, dass die Hündin das so nicht lange überleben wird, wenn sie immer arglos auf die Fahrbahn rennt. Anita hat sie uns gemeldet und wir haben sie dann dort abgeholt. Der Barbesitzer hat selber schon einige Katzen und Hunde. Polli kann hier nicht bleiben. Die erste ärztliche Untersuchung hat ergeben dass Polli dringend eine Zahnsanierung benötigt. Natürlich auch ein Mittel gegen die Parasiten, die ihren total verfilzten Pelz besetzen. Dann kommt sie erst einmal mit zu uns, wird geschoren und gebadet, und nun warten wir auf das Ergebnis der Blutuntersuchung. Polli ist ein toller Hund, sie ist nicht nur sehr hübsch, sie ist auch gut erzogen und stubenrein. Allerdings bellt sie auch sehr gerne. Sobald sich das Gartentor öffnet rennt sie zum Auto und umzingelt es bellend. Sie fährt jetzt immer und überall hin mit. Im Auto fühlt sie sich am wohlsten. Solange es noch nicht so heiß ist, ist das ja kein Problem. Wir werden versuchen Polli zu vermitteln. Aber vorher wird sie geimpft, gechippt und die Zähne werden behandelt. Wichtige Voraussetzung für eine neue Familie ist mindestens ein Auto, sonst wird Polli dort nicht glücklich.

Lilly ist die Kleinste von 4 Welpen aus einem Wurf ohnehin sehr kleinwüchsiger Hunde. Sie war zusammen mit ihren Geschwistern in einem Canile als wir sie das erste Mal sahen. Einer ihrer Brüder konnte dort vermittelt werden die anderen 3 Geschwister haben wir mit zu uns genommen. Im Canile sterben viele Welpen an Parvovirose, eine hochansteckende Krankheit. Wir wollten die kleinen Hamster davor bewahren. Nachdem sie dann bei uns mehr als 2 Wochen verbracht haben und wir sie geimpft, entwurmt und gepäppelt haben, fand Klein Lilly als erste ein neues Zuhause hier in unserer Nähe. Für die anderen beiden haben wir nun eine sehr gute Pflegestelle und mit ziemlicher Sicherheit auch schon jeweils eine Endstelle. Vorgestern haben wir nun Lilly in ihr neues Zuhause gebracht und wie immer ist dies ein sehr glücklicher aber auch sehr trauriger Moment. Der neue Besitzer ist den italienischen Tierschützern als verantwortungsvoller und zuverlässiger Hundefreund bekannt. Sein ältester Hund ist vor einiger Zeit mit 15 Jahren gestorben. Er hat noch zwei weitere Hunde und wollte nun Lilly dazu nehmen. Er hatte sich bei einem ersten Treffen direkt unsterblich in sie verliebt. Sie wird dort auf Händen getragen, da sind wir sicher. Wir dürfen die kleine Maus jederzeit besuchen und werden dies auch bald tun.

Diese Hündin wurde uns gemeldet, nachdem sie bereits 2 Tage verletzt am Straßenrand lag. Sie wurde wohl von einem Auto angefahren. Passanten hatten sie bemerkt und die Gemeinde Manduria verständigt. Diese befand sich jedoch für nicht zuständig, da die Hündin sich einige hundert Meter außerhalb der Gemeindegrenzen befand. Keiner war bereit den verletzten Hund mitzunehmen und zu einem Tierarzt zu bringen. Als man Valentina dann endlich um Hilfe bat und wir sie aufgenommen hatten war kein Tierarzt mehr erreichbar, es war der Abend des Ostersamstags. Also haben wir sie an einen sicheren Ort gebracht, wo wir sie mit Schmerzmitteln, Futter und Wasser versorgen können. Morgen werden wir sie dann sofort zum Tierarzt bringen. Es geht ihr jetzt schon etwas besser. Sie kann wieder ein wenig laufen.

Schreibe einen Kommentar