Viele kleine Schritte…dank eurer Hilfe!

Unser Resümee der letzten 4 Monate über die Tierschutzarbeit im Süden Italiens

 

Liebe Freunde,

Wir möchten euch heute einen kleinen Rückblick auf unsere Arbeit und die Arbeit der italienischen Tierschützer der letzten 4 Monate geben.
Wir sind nur ein kleines Team und freuen uns umso mehr, dass wir bereits so vielen Tieren gemeinsam mit euch helfen konnten!Hilfe fuer

Anfang November 2013 haben wir unser Projekt „ Die unsichtbaren Hunde Apuliens“ in Süditalien“ ins Leben gerufen und schnell war uns klar, dass es hier im Süden Italiens wirklich viele tierliebe Menschen gibt, die unsere Unterstützung einfach verdient haben.

Jeder Anfang ist schwer, und da im Tierschutz leider nichts ohne Geld geht, wussten wir, dass es nicht leicht wird. Es gibt so viele Projekte, in Italien, Deutschland, Rumänien, Griechenland, Spanien etc.…und sie alle sind unterstützenswert.

Was wir bisher in den letzten 4 Monaten dank eurer Hilfe geschafft haben, mag für den ein oder anderen „wenig“ erscheinen, doch für die Hunde und Katzen, für die italienischen Tierschützer hier vor Ort bedeutet eure Hilfe und eure Unterstützung viel, ….denn sie werden endlich gesehen!

 

Dezember 2013


Mummy findet ihr Glück

Mummy (6)Im Dezember 2013 haben wir Stefania kennen gelernt und haben mit ihr zusammen Straßenhunde besucht, die sie versorgt. Die Hündin Mummy war der erste Notfall, bei dem man uns um Hilfe bat, denn Mummy humpelte nach einem Unfall stark und musste dringend zum Tierarzt. Die Kosten für den Tierarzt konnte der Verein übernehmen und Mummy wurde erfolgreich behandelt und von Stefania‘s Familie adoptiert.

Auch haben wir Gina, eine liebe und langjährige Freundin von uns, die selbst immer wieder Straßen-oder Canilehunde bei sich zur Pflege aufnimmt, helfen können Patenschaften für ihre Pflegehunde Claudio und Clarabella zu organisieren. Wir danken den Paten der beiden sehr für ihre Unterstützung! Beide Hunde stehen auch zur Vermittlung.

 

Januar 2014

 

Versorgung von Straßenhunden

Im Januar dann waren wir das erste Mal zusammen mit Genny auf Tour und haben dort die Straßenhundgruppen kennen gelernt, die mehrmals wöchentlich von ihr versorgt F1 Welper unter Zaunwerden.

Wir waren sehr begeistert von ihrer Arbeit, denn Genny  füttert die Hunde nicht nur, sondern sorgt auch dafür, dass sie auf Geländen von Firmen und Privatpersonen einen Unterschlupf bekommen und die Anwohner und Geschäftsleute die Tiere mindestens dulden – wenn nicht sogar helfen sie zu versorgen. Genny stellt das Futter zur Verfügung – für mehr reicht es leider nicht, da sie diese Maßnahmen privat finanziert und auch hier auf Spenden angewiesen ist..

Was fehlte war die tierärztliche Versorgung und so haben wir im Januar beschlossen ihre Arbeit zu unterstützen.

 

Gennys Schützlinge sind:

-Eine Maremmanohündin mit ihren Welpen, eine an Leishmaniose erkrankte Hündin, die mittlerweile dank Gennys Einsatz nicht mehr isoliert in einem Gehege sitzt sondern sich auf dem Grundstück frei bewegen darf.

 

-Marco, Gio und Chiara, die von einer Anwohnerin und ihrem Mann mit betreut werden und sogar eine selbst gebaute Hütte zur Verfügung gestellt bekommen haben.

Asia, Lacky, Lupo, Michele und Cara leben zusammen  auf einem offenen Grundstück mit einem  kleinen Gebäude, was den Hunden dank Genny als Unterschlupf dient.

Lacky ist ein alter Schäferhund, der eine große Wunde an der Flanke und am Schwanz hatte. Dank eurer Unterstützung konnten wir ihn dem Tierarzt vorzeigen und er wurde erfolgreich behandelt. Die Wunde ist mittlerweile gut verheilt und Lacky wieder etwas – seinem Alter entsprechend- fitter.

-Cuccialotta, Tobia, Sarah und Noah nutzen ein Grundstück, wo ihnen eine Art Garage zur Verfügung steht.

Sarah und Noah,  das unzertrennliche Maremanno“pärchen“ hat im Januar einen Schicksalsschlag erlitten. Noah musste in die Tierklinik, da er sich beim herumstreunen eine Pfote gebrochen hat und operiert werden musste. Nach über zwei Monaten post-operativer Pflege kann er nun bald zu seiner Weggefährtin zurückkehren und wurde natürlich auch kastriert.

Auch haben wir liebe Paten für Lacky, Asia, Sarah, Noah und Tobia finden können, die Genny mit jeweils 20 EUR im Monat weiterhin  finanziell unter die Arme greifen.

Pinotto und Gianni sowie Shayla leben auf einem Grundstück und werden dort mittlerweile gut von Fernando, einem tierlieben Italiener versorgt. Genny konnte seine Tierliebe erwecken, er hat den Hunden eine Hütte gebaut und sogar eine Matratze hinein gelegt.  Fernando kümmert sich rührend um die Hunde, bürstet sie, und hat Shayla sogar zu ihrer Kastrations-OP begleitet. Alle drei Hunde haben liebe Paten gefunden, die uns bei der Versorgung der Hunde unterstützen!

Pinotto und Gianni mussten beide tierärztlich versorgt werden. Pinottos Leberwerte waren sehr schlecht – es wurde festgestellt, dass er als junger Hund von Würmern befallen war, die unbehandelt seine Organe geschädigt haben. Gianni hatte Probleme mit den Hinterläufen und konnte schlecht auftreten. Doch dank der Hilfe vieler lieber Spender und ihrer Paten wurden beide Hunde tierärztlich behandelt und es geht ihnen besser!

Shayla wurde von Genny halb verhungert gefunden, musste aufgepäppelt werden und konnte nun dank ihrer lieben Kastrationspatin kastriert werden!

Alle Hunde, die von uns mitbetreut werden, finden ihr hier. Viele der Straßenhunde warten noch dringend auf Paten, die uns bei der Versorgung der Tiere mit ein paar Euro unterstützen!

 

 Nobby, ein ehemaliger Kettenhund

IMG_1323 (1000x667)Anfang Januar erhielten wir auch einen Hilferuf von einer weiteren italienischen Tierschützerin, die einen kleinen Hund auf einem Privatgrundstück entdeckt hatte, der an einer Kette angebunden war und einen sehr geschwächten Eindruck machte. Nachdem sie sich dem Hund genähert hatte, stellte sie fest, dass die Kette viel zu eng war und schon Wunden am Hals hinterlassen hatte. Kurzerhand befreite sie den Kleinen und nahm ihn mit auf ihr Grundstück.

Dank der lieben Paten hier in Deutschland wurde Nobby aufgepäppelt und es geht ihm jetzt gut! Nobby muss jetzt noch dringend kastriert werden, damit für ihn ein neues Zuhause gesucht werden kann wo er für immer bleiben darf.

 

Aktion: Katzenkastration

Dann Ende Januar waren wir zu Besuch bei einer Frau, die in der Nähe von Avetrana 30 Katzen auf einem Privatgelände versorgt. Es werden dort in der Gegend regelmäßig Tiere ausgesetzt. Die Frau hört die ausgesetzten Katzen jammern, sucht sie und nimmt sie schließlich bei sich auf.

Alle Tiere sind gut genährt und gepflegt. Die Frau investiert ihr Geld in Futter, aber für Kastrationen oder eine Impfung reicht es leider nicht. Seit 12 Jahren betreut sie die Katzen, erst war es nur eine und dann wurden es immer mehr.
Wir haben beschlossen zu helfen und mit eurer Unterstützung ein Kastrationsprojekt für diese 30 Katzen ins Leben gerufen. Über die Hälfte haben wir bereits geschafft aber 12 Katzen müssen noch kastriert werden!

 

Februar 2014

Fussel aus dem Müllcontainer

Mitte Februar dann bekamen wir einen Anruf. Ein kleiner Hund wurde von Anwohnern zufällig in einem Müllcontainer entdeckt. Sie verständigten direkt eine Tierschützerin, um die kleine Hündin aus dem Container herauszuholen. Sie war völlig abgemagert, unterkühlt, die Beckenknochen schauten hinten durch offene Stellen hervor. Der Müllcontainer sollte am nächsten Morgen geleert werden, es war also Rettung in letzter Sekunde.

Als wir dort ankamen, wurde die Kleine bereits notversorgt. Man hatte ihr schon auf der Straße Flüssigkeit durch eine Infusion verabreicht und ihr Futter gegeben. Wir nannten sie Fussel.
Fussel lebt mittlerweile bei uns und nach zahlreichen Tierarztbesuchen und intensiver Betreuung geht es ihr von Tag zu Tag besser. Sie hat schon fast zwei Kilo zugenommen und die offenen Wunden verheilen langsam. Aber es ist noch ein langer Weg, den wir gemeinsam mit ihr und dank eurer Hilfe gehen werden.

 

Pulcina und ihre Hüft-OP

DSCI0008 (640x480)Im Februar bekamen wir auch die Nachricht, dass Pulcina, eine Hündin, die sich bei einer italienischen Tierschützerin auf Pflegestelle befindet, dringend operiert werden muss, da sie sich ein Hüftgelenk ausgekugelt hat. Sie musste leider auch einige Tage in der Tierklinik verbringen, weil zusätzlich eine Niereninsuffizienz festgestellt wurde und es sah so aus, als wenn sie es nicht schaffen würde. Nun wurde sie entlassen und wir hoffen, dass sie sich weiter erholt. Spezialnahrung und Medikamente wird sie aber zukünftig immer benötigen. Pulcina würde sich über ein eigenes Zuhause sehr freuen!

 

 

AlfredinoWeitere Straßenhunde

Ende Februar waren wir mit einer weiteren Tierschützerin hier „auf Tour“ und haben neue Straßenhunde kennen gelernt, die wir zukünftig gerne ebenfalls unterstützen würden. Uns beeindruckt vor allem, wie diszipliniert man sein muss, um die Versorgung der Straßentiere tagtäglich zu erledigen, egal bei welcher Witterung, der Lohn ist das Wohlergehen der Straßenhunde.

 

März 2014

 

Anfang März bekamen wir Besuch von Jeanette, die ihren Patenhund Lacky und die vielen anderen Straßenhunde gerne persönlich kennen lernen wollte. Es hat uns sehr gefreut, dass wir sie mit auf die Tour zu Lacky und den anderen nehmen konnten und sie hat sich auch direkt in Tobia verliebt.

 

Kelly und Bonnie, zwei süße Zwerge

Kelly, eine süße Maus :))

Im März wurde auch die kleine Kelly sterilisiert. Daniela, eine hier ansässige Tierschützerin, hatte die Kleine  vor einem Supermarkt aufgelesen. Sie war dort offensichtlich ausgesetzt worden und machte einen sehr hilflosen Eindruck. Schnell haben sich Leute gefunden, die den kleinen Hund gerne aufnehmen wollen. Aber vorher sollte sie auf jeden Fall sterilisiert werden. Gott sei Dank haben wir direkt eine liebe Kastrationspatin gefunden und so konnte der Eingriff von einem Tag auf den anderen gemacht werden und Kelly ist nun bei ihrer neuen Familie eingezogen!

Am selben Tag gab es noch einen Notfall: Bonnie! Bonnie wurde von einer Frau jaulend am Straßenrand aufgefunden. Sie hatte offensichtlich ganz schlimme Schmerzen und so wurde sie zum Tierarzt gebracht. Dieser stellte fest, dass sie trächtig war und 6 ungeborene tote Welpen in sich trägt und sie musste sofort operiert werden…Es war Rettung in letzter Sekunde. Dank eurer Hilfe konnten wir die Kosten für die OP übernehmen und Bonnie geht es jetzt wieder gut!

Der März endet für uns mit einem guten Gefühl über so viel Hilfe, aber auch über so viele kleine Erfolge:

Kastration von Haustieren – für uns ein toller Erfolg!

Genny konnte zwei private Katzenhalter davon überzeugen, dass es besser ist, ihre Freigänger kastrieren zu lassen um den ständigen Nachwuchs zu unterbinden. Wir freuen uns so sehr darüber und konnten die Kastrationskosten der vier Katzen mit jeweils 30 € anteilig übernehmen. Den Rest der Kosten übernehmen die beiden Katzenhalter.

Aktion „Lebensnotwendiger Schutz für die Straßenhunde Apuliens“

Ende März haben  wir unsere Aktion zur Parasitenprophylaxe gestartet, die die Straßenhunde vor Zecken und der Gefahr durch die Sandmücke schützen soll, denn es wird wärmer hier in Apulien und wir möchten teure Behandlungen vermeiden und Hunde, die noch keine Paten gefunden haben, direkt und langfristig vor Krankheiten wie Leishmaniose und Babesiose, aber auch vor Wurmbefall schützen! Dank eurer Unterstützung konnten wir bereits für 13 Hunde diesen Schutz verwirklichen, aber es gibt noch viele Hunde, die unsere Hilfe benötigen!

Abschließend möchten wir uns auch für die tollen Pakete aus Deutschland bedanken, die für die Tierschützer hier vor Ort immer viel Freude bedeuten und so wichtig sind für die Versorgung der Hunde!

 

Wir sind der Überzeugung, dass dieser Weg der richtige ist um den Tieren hier, im Süden Italiens, zu helfen: Versorgung der Straßenhunde, Kastrationen (!!!), Einbeziehung und Aufklärung der Bevölkerung und Zusammenarbeit mit engagierten italienischen Tierschützern.

 

Eine kurze Zusammenfassung unserer Arbeit:

Tierärztliche Behandlung
10 Hunde

Wurmkuren
50 Hunde
60 Katzen

Parasitenschutz in Form von Spot on’s & Scaliborhalsbändern
25 Hunde (davon 12 durch Patenschaften abgedeckt)

Kastrationen
3 Hunde
17 Katzen

Futterkosten in Form von Patenschaften für
12 Hunde

 

Wir glauben, dass wir in den letzten 4 Monaten mit unserem kleinen Team und unseren Helfern und Unterstützern schon einiges gestemmt haben und freuen uns auf die weitere Arbeit vor Ort – denn es gibt viel zu tun für die Hunde und Katzen in Apulien!!

 

Möchtet ihr uns unterstützen?

Auf unserer Homepage haben wir unter dem Menüpunkt IHRE HILFE Möglichkeiten zusammen gestellt,  wie ihr uns helfen könnt,
oder sprecht uns einfach persönlich an

Tel: 0173-2858348

Email: info@baerlinfuertiere.de
Facebook: https://www.facebook.com/baerlinfuertiere

Euer Tierfreunde Italien Team

 

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