Viele Welpen und neue Notfelle

In den letzten Tagen gibt es wieder einen Anstieg von Welpen, die in einer Notlage sind. In einem Canile, zu dem wir einen guten Draht haben und wo man dankbar ist für unsere Unterstützung, befinden sich derzeit 12 Welpen, die erst wenige Wochen alt sind. 8 davon sind zusammen mit ihren beiden Müttern und werden teilweise noch gesäugt. Es besteht permanent die Gefahr, dass die Kleinen an  Parvovirose erkranken. Dies ist eine hoch ansteckende und akut verlaufende Infektionskrankheit, die gerade bei ganz jungen Welpen häufig auftritt und hier meist tödlich verläuft. Deshalb haben wir einen Spendenaufruf auf facebook gemacht, um die Welpen  schnell impfen lassen zu können. Wir werden uns außerdem natürlich bemühen sie zu vermitteln. Ansonsten haben sie keine Chance, das Canile jemals zu verlassen. Wir haben viel Unterstützung bekommen und ein Impftermin ist bereits vereinbart.  Für die Vermittlung bestehen ebenfalls gute Aussichten.

Vier weitere Welpen wurden auf der Strasse gefunden, von der Mutter keine Spur. Hier stellt sich dann immer die Frage wohin mit den pflegeintensiven Zwergen. Wir haben alle eigentlich keinen Platz mehr, aber ins Canile wollen wir sie natürlich auch nicht bringen. Wir sammeln sie ein und bringen sie erst einmal zum Tierarzt. Sie sind  zu dünn und haben alle Räude. Dies bedeutet sie müssen für 1-2 Wochen isoliert gehalten werden. Auch das noch. Wir entscheiden uns für Gennys Grundstück. Hier ist noch ein Zimmer frei wo wir die Kleinen für einige Tage unterbringen und verpflegen können. Danach werden wir sie dann aufteilen, 2 nimmt Mary zu sich, 2 übernehmen wir. Unsere Suche nach einer anderen Pflegestelle blieb leider bisher erfolglos. Wenn die Räude überstanden ist werden auch diese Welpen natürlich geimpft.

Neben der Welpenflut kümmern wir uns auch noch um einige andere Notfelle. Hier sind zunächst einmal Thor und Frida, die ebenfalls beide im Canile leben. Beide haben eine schlimme Form der Leishmaniose und benötigen ganz dringend eine Behandlung mit Glucantime. Auch hier konnte wieder mit einem Facebook-Aufruf ausreichend Geld aufgetrieben werden um die teuren Medikamente zu besorgen. Hierfür fehlen im Canile einfach die Mittel. Das Geld, das die Gemeinde für die Hunde zur Verfügung stellt, reicht nicht aus.

Dann wurde noch ein  Rüde jaulend an der Straße gefunden, der mit einem blutenden Penis offensichtlich unter sehr großen Schmerzen litt. Das Tier wurde sofort zum TA gebracht. Mehrere Geschwüre wurden festgestellt. Am nächsten Morgen konnten wir direkt eine OP organisieren. Nun muss er sich noch erholen und bleibt zur Nachbehandlung bei Daniela. Danach wird er wohl wieder auf die Straße entlassen, wo er dann regelmäßig gefüttert wird.

Rocky, der ja ebenfalls ganz schlimm unter Leishmaniose leidet, hatte sich wie berichtet gut erholt und ist nun wieder zurück zu dem Grundstück, auf dem er vorher bereits gelebt hat. Hier wird er von einer Familie gefüttert und hoffentlich auch mit Medikamenten versorgt. Valentina wird ihn im Auge behalten.

Jack, bei dem in der Tierklinik eine genetisch bedingte Erkrankung des Rückenmarks festgestellt wurde, die nicht mehr heilbar ist, geht es leider immer schlechter. Er wird jedoch in nächster Zeit ein neues Zuhause in Norditalien bekommen. Eine Frau die sich um solche Fälle kümmert und sich damit auskennt, will ihn gerne übernehmen und sehen was man noch machen kann.

Wir sind froh, dass wir wenigstens einigen der vielen hilfsbedürftigen Tieren helfen können. Wir können leider nicht alle retten. Nach wie vor ist unser Schwerpunkt die Kastration. Nur damit kann man unendlich viel Leid verhindern. Ganz wichtig ist natürlich auch der Parasitenschutz und die Impfung  für die hier lebenden Tiere. Bald kommt wieder die warme Zeit und die Hunde werden wenn sie ungeschützt sind von Zecken, Sandmücken & Co heimgesucht. Wir werden wieder versuchen möglichst viele Tiere mit Halsbändern und Spot On Präparaten zu versorgen. Auch hier bitten wir wieder um Eure Unterstützung.

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