zwei Notfälle in Avetrana

Gestern wurden wir von italienischen Tierschützern um Unterstützung gebeten. In dem benachbarten Ort Avetrana wurde eine Hündin angefahren und muss dringend tierärztlich versorgt werden. Sie humpelt sehr stark und hat eine große Fleischwunde auf dem Rücken. Wir haben uns sofort auf den Weg gemacht und trafen uns mit Stefania, die sich selbst intensiv um Straßentiere kümmert. Sie hatte die Hündin bereits auf ihr Grundstück gebracht um sie nicht weiteren Gefahren auszusetzen. Wir erfuhren, dass „Mummy“ bereits seit 3 Jahren dort auf der Straße lebt. Ihren Namen bekam sie, weil sie damals trächtig ausgesetzt wurde und 7 Welpen zur Welt brachte. Diese konnten alle vermittelt werden. Die Hündin wurde danach sterilisiert. Zusammen mit weiteren Hunden und Katzen wird sie seither von Anwohnern mit Futter versorgt.

 

Mummy (6) Mummy (7)

Auch ein in Avetrana ansässiger kleiner Tierschutzverein kümmert sich mit um die Fütterung der Straßentiere dort, er nennt sich „Argo e friends“. Leider fehlt jedoch das Geld für  Notfälle, die eine tierärztliche Versorgung benötigen. Es wäre daher schön, wenn wir hier eine finanzielle Unterstützung leisten könnten, die es den italienischen Tierschützern möglich macht, sich umfassend um die Straßentiere zu kümmern.

Wir haben uns direkt mit einem Tierarzt in Verbindung gesetzt, der uns bereits bei unseren diversen Notfällen unterstützt hat. Morgen wird Mummy untersucht und geröntgt. Bis dahin kümmert Stefania sich um die Hündin.

Ein weiterer Notfall dort ist Lino, ein unkastrierter Rüde, der an einer Hautkrankheit leidet, die dringend behandelt werden sollte. Bei dieser Gelegenheit könnte man sich auch um eine Kastration kümmern. Auch er ist zutraulich und lieb und ist offensichtlich mit seinem Leben als Straßenhund zufrieden.

Lino (2) Lino (3)

Stefania kümmert sich auch um einige Katzen, die sie ausreichend  mit Futter und Streicheleinheiten versorgt.

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Anschließend haben wir uns dann noch mal ein weiteres Grundstück angeschaut, ein wunderschöner Platz mit altem Baumbestand. Hier würden sich Hunde sicher wohlfühlen, der Preis ist jedoch noch verhandlungsbedürftig.

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Abends war dann ein Treffen mit unseren hier bereits gewonnenen italienischen Freunden auf einem kleinen Weihnachtsmarkt in ländlicher Umgebung angesagt bei einem Glas Glühwein  (vin brulé ) .

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